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Die Flensburger Enten Clique   gibt es schon seit Sommer 1986 in Flensburg. Angefangen hat alles mit einer kleinen Anzeige in der „Partout“, wo Rosi eine Entenclique gründen wollte. Und so kam der Stein ins rollen. Man telefonierte miteinander, verabredete sich und traf sich eines Abends, wo alles näher besprochen wurde. Ein Handzettel wurde vorbereitet und an jede Ente in und um Flensburg gehängt, mit der Einladung zu einem ganz unverbindlichen Treffen zu kommen. In unserem jugendlichen Leichtsinn wurde mal eben die dänische Insel Röm ausgewählt, wegen dem schönen Strand. Aber wie sollten uns wirklich interessierte Entenfahrer auf dem kilometerweiten Strandsand finden? Und vielleicht hatte ja auch nicht jeder soviel Zeit, Lust und Geld von Flensburg aus mal eben fast zwei Stunden nach Röm zu fahren. Aber das war uns egal, soweit haben wir gar nicht gedacht.  Und tatsächlich an diesem wunderschönen Sommertag kamen doch einige nach Röm und fanden uns auch nach einer Weile. Man stellte sich zu einer kleinen „Entenburg“ zusammen und zog damit auch gleich die ersten Blicke auf sich.  Die Entenburg bestand schon aus stolzen sechs Enten: Kalli mit seiner Dolly, Birgit Blumenkasten-Ente, Fuzzy + Micky, Stefan + Angela, Primel und Rosi. Zum Teil sind auch diese Mitglieder bis heute noch dabei und gehören zum festen Kern.  

So wurde die Entenclique geboren.
   
Zwei Wochen später traf man sich dann in einem netten Bistro in Flensburg Weiche, in „Charly’s Burger Bar“ um weitere Sinnig- und Unsinnigkeiten auszuhecken. Ganz korrekt verliefen diese Clubabende immer: mit Anwesenheitsliste, Protokoll, Statuten wurden festgelegt und Besuche anderer Ententreffen terminiert. Wir besuchten den Club in Hamburg zur Vatertagsrealley und trafen uns mit dem Ford-Capriclub aus Kiel. Man ging schwimmen, Kaffee trinken, Schlittschuhlaufen und Fischbrötchenessen in Hamburg. Kurz, man hatte noch richtig Zeit und Geld.
Langsam festigte sich der ganze Verein und es wurde Zeit sich über einen Namen und ein Emblem Gedanken zu machen. Da wir auch auf diese „Vorstandsmeierei“ keine Lust hatten und man sich als Club auch offiziell eintragen muss, entschied man sich für die lockere Form der „Clique“. Das passende Emblem lieferte uns damals die Freundin von Rosi, das jedem auf Anhieb gefiel. Anfangs hatten wir noch zwei Münzen bzw. Taler mit im Bild, doch die mussten wir für die ansässige Brauerei entfernen und so wurden diese durch zwei wunderschöne Winkel ersetzt. Womit dann jede Ähnlichkeit mit dem Brauereietikett verschwand.  

Somit war die Entenclique getauft!
 
Unsere Enten wurden für die erste große Fahrt geputzt und gewienert. Man wollte sich ja nicht blamieren. Einige Extras wurden noch angebaut: Steinschlagecken, Weißwandringe, Chromleisten und Duftbäumchen.  

Stolz und aufgeregt fuhr Fuzzy 1987 nach Holland/Winschoten und kam total berauscht wieder:  
„Wir suchen uns in Flensburg den Wolf nach Radkappen und Piet (unser alter Lieblingsholländer) hat Aschenbecher daraus gemacht. So was gehört verboten. Außerdem hat der eine riesige Halle und da waren die Wände und die Decke vollgehängt mit Ersatzteilen. Traumhaft!“  

Andere fuhren zu den Bremer Stadtmusik-Enten 1987 an den Silbersee. Dort waren wir mit 11 Flensburger Enten schon ziemlich stark vertreten. Und Leute haben wir da kennen gelernt. Unter anderem Birne mit einem lebensgroßen Stoffhasen auf dem Beifahrersitz. 

Im Laufe der Zeit besuchten wir so einige Treffen. Eines der wichtigsten zum Saisonstart ist immer noch Rötgesbüttel. Dort lernten wir viele nette Menschen kennen, die uns eigentlich seitdem begleitet haben und für uns zu einem Begriff wurden. Wie zum Beispiel:

   -        Pat und Angelika:
Die drei Kinder haben uns zur Begrüßung erstmal ein Reflektor ausgebaut nach dem Motto „Guck mal, was ich kann.“

 -        Bimbo, Tina und Inga:
Die Familie mit dem skurrilsten HY und den verrücktesten Ideen. Wieso lebt der HY eigentlich immer noch?
-        Columbo & Co.:
Die kleine Mamke freute sich immer wie ein Schneekönig, wenn ihre Losnummer aufgerufen wurde.

-        Piet und Mutti:
 Zwei Rentner, die nichts mehr aus der Ruhe bringt. Auch wenn Piet jetzt allein auf Treffen fahren muss, ist er immer noch unser Ruhepol und gehört fest zur Familie. Und wenn wir an Mutti denken, sehen wir immer einen gerade aufgebauten Campingtisch, auf dem auch schon eine Vase mit selbst gepflückten Blumen drauf steht. Eine nette Angewohnheit, die wir sicher übernehmen werden.

-        Goldi:
Unser mal mehr, mal weniger Berliner, hat immer tolle Geschichten zum Zuhören und mitdenken auf Lager.

-        Birne:
  Der liebenswerte Spinner mit den verrückten Ideen, wie Rastplatzmeeting und wie war das noch mit dem Fussballspielen in Aurich? Nicht unter so und soviel Promille durfte man spielen. Birne machte den Alkotest.  

Und noch viele, viele andere die uns ans Herz gewachsen sind.  

Die Flensburger-Enten-Clique ist volljährig!  
Und entgegen den ersten Prophezeiungen, womit wohl auch niemand gerechnet hatte und worauf wir auch einwenig Stolz sind und wohl auch sein dürfen: Seit dem Sommer 1986 sieht man uns immer und immer wieder. Inzwischen sind wir zwar fast 20 Jahre älter aber haben deswegen nicht weniger Mitglieder, im Gegenteil. Unsere Entenclique besteht immer noch aus einem mindestens 10 – 12 Personen starken „harten Kern“.  Man sah uns zu, wie wir unser erstes, eigenes Treffen arrangierten. Wie wir mit den Kuhfladen und dem Regen fertig wurden. 2001, nach über einem Jahrzehnt, war dann unser letztes Treffen auf der Koppel von Bauer Hansen (August`s Bruder) in Holming/Havetoft. 2002, 2003 + 2004 hatten wir einen sehr schönen Platz näher bei Flensburg, auf dem Gelände einer Schützengilde. Leider mussten wir uns danach wieder nach einem neuen Platz umsehen und haben jetzt einen viel versprechenden Treffenplatz gefunden. Uns gefällt er sehr, hoffentlich auch euch.  



Die Flensburger-Enten-Clique lebt weiter!



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